Israel: A White Colony in the Near East?!

A response to Kristin Flade: Unexceptionally Lovely Days This “response” originates from my work for the open editorial board of a small independent German-Austrian philosophy and art magazine, engagée. I’ve written it for that magazine because I thought that a most controversial text like Flade’s Unexceptionally Lovely Days shouldn’t be published without fundamental changes. After … Weiterlesen

Die Kunst im Zeitalter ihrer Zerstörung. Ein Bericht von der Jahrestagung der European Society for Aesthetics in Barcelona

Die diesjährige Jahrestagung der European Society for Aesthetics, die vom 8. bis 10. Juni in Barcelona stattfand, bot einen faszinierenden Überblick über die Breite der Disziplin. Neben eher historischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen Beiträgen gab es auch eine Fülle von systematischen Beiträgen sowohl aus der ‚analytischen‘ wie auch der ‚kontinentalen‘ Tradition; der letztgenannten dürfte auch der … Weiterlesen

Spreu und Weizen

Spreu und Weizen   Über Inside I’m Dancing (Irland 2004; Regie: Damien O‘Donnel) und Renn, wenn Du kannst (Deutschland 2010; Regie: Dietrich Brüggemann)   Ich halte es für sinnvoll, gleich von Anfang an durch einen Vergleich zweier Filme klarzustellen, was mir die grundsätzliche Problematik aller Thematisierungen von Behinderung im gegenwärtigen Diskurs zu sein scheint und … Weiterlesen

Beginn einer Reihe über „Behindertenfilme“ – Was ist das überhaupt?

Gibt es ein Genre „Behindertenfilme“? Angesichts der Fülle der Filme, die das Thema in den letzten Jahren aufgreifen, muss man deutlich sagen: Ja. Ein Genre wie Schwulen-, Ausländer- oder Frauen-Filme.[1] Alle diese Genres haben etwas Fragwürdiges an sich. Sie sollen die letzten verbliebenen Probleme unserer Gesellschaft darstellen, auf sie aufmerksam machen und werden in diesem … Weiterlesen

Kommentar zu Roland Barthes: „Fragmente einer Sprache der Liebe“

Kommentar zu Roland Barthes: „Fragmente der Liebe“ (Gesprochen von Christian Berkel in einem Audioformat, herausgeben im Hoffmann und Campe Verlag 2008) Diese Fragmente von Roland Barthes, die Christian Berkel kongenial wieder gibt, sind ein fantastisches Dokument über die Liebe, aber auch gleichzeitig eine wunderbare Bezeugung zur Sprache; eine Bezeugung zur Sprache in der Literatur, der … Weiterlesen

Von der großen Mutter zum kleinen Krieger – Ein Versuch über die Frühgeschichte der abendländischen Kultur

Von der großen Mutter zum kleinen Krieger Ein Versuch über die Frühgeschichte der abendländischen Kultur Nach Hegels Kunstphilosophie ist als Höhepunkt der abendländischen Kunst, und damit der Kunst überhaupt, die klassische antike Statue zu betrachten. Er begründet das damit, dass in der antiken Statue das höchste Ideal seinen adäquaten sinnlichen Ausdruck findet: die menschliche Gestalt, … Weiterlesen

Carl Sternheim – Ein vergessener „Zaungast des Fortschritts“

Am Ende des berühmten Aphorismus Sur l’Eau (Nr. 100) aus den den Minima Moralia von Theodor W. Adorno heißt es: Keiner unter den abstrakten Begriffen kommt er erfüllten Utopie näher als der vom ewigen Frieden. Zaungäste des Fortschritts wie Maupassant und Sternheim haben dieser Intention zum Ausdruck verholfen, so schüchtern, wie es deren Zerbrechlichkeit einzig … Weiterlesen

Der Künstler als Techniker und Manager – Eine Beobachtung zum Begleittext der Dürer-Ausstellung im Städel-Museum

Die noch bis zum 2.2. geöffnete Ausstellung „Dürer. Deutscher Meister“ im Städel-Museum in Frankfurt am Main bot, soweit ich das beurteilen kann, einen guten Überblick über das Werk Albrecht Dürers und schon allein aus dem Grund sollte man sie sich nicht entgehen lassen. Ärgerlich nur der damit verbundene Diskurs, der sich insbesondere in den Begleittexten … Weiterlesen

Die Stalinallee. Ein Bauwerk des realen Sozialismus

Ein beeindruckendes Zeugnis der vergangenen Wirklichkeit des realen Sozialismus ist die ehemalige Stalinallee in Berlin. Heute, in post-stalinscher Zeit, ist sie nach dem prä-stalinschen Karl Marx benannt und steht damit in der Spannung dieser beiden großen Namen. Auch das Nachdenken über Geschichte, Bedeutung und Ästhetik von Karl-Marx- und Stalinallee kommt um diese Spannung nicht herum. Die Spannung von … Weiterlesen

Science-Fiction-Sozialismus

Brechts „Guter Mensch von Sezuan“ spielt im alten China, vor einer Kulisse der Fremdheit und des Vergangenen, die Voreingenommenheiten abbauen soll, um so den Blick für die Skizze der eigenen Gegenwart frei zu machen. Nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft, nicht in China – weil es sich nicht mehr als Symbol einer fremden … Weiterlesen